Prinzipielles zum Teichbau
Ien kleiner Gartenteich.

Prinzipielles zum Teichbau

Teichbau, das Einhalten einiger Prinzipien führt zum Erfolg


Mal ein offenes Wort: Chemie hat in einem Fischteich, und schon gar im Koiteich nichts verloren! Wenn sie ihren Teich von Anfang an richtig planen und bauen werden sie mit Algen und Verunreinigungen kein Problem haben.

An dem überreichen Angebot an chemischen Mittelchen und Tinkturen die im "Fachhandel" angeboten, und auch gekauft werden, kann man sehen, dass viele "Teichbauer" dieses nicht berücksichtigen.

Nicht nur, dass sie ihren Fischen damit keinen Gefallen tun, sie werden auch ihren Geldbeutel reichlich strapazieren.
Bei vernünftiger Planung und Berücksichtigung der untenstehenden Prinzipien werden sie mit ihrem Teich viel und vorallem auch lange Freude haben.

- Viel Teichwasser wenig Fisch: In einem natürlichen Teich werden sie keine Populationen von 10 Karpfen a 2 Kilo pro m³ Wasser finden. Auch im Gartenteich sollten es maximal 1kg Fisch auf einen m³ Wasser sein. Bedenken sie bei dieser Formel, dass ihre Fische wachsen ihr Teich aber nicht.

- Wasserpflanzen, Teichpflanzen; Sumpfpflanzen: Durch die Pflanzen im und am Teich werden gleich mehrere Parameter positiv beeinflußt, aber auch negative Faktoren sind zu bedenken.
Wasserpflanzen reinigen das Wasser und einziehen ihm Nährstoffe, sie sind dadurch Nahrungskonkurenten der Algen. Unterwasserpflanzen können viel mehr Sauerstoff im Wasser lösen als das mit der besten Teichtechnik zu erreichen ist. Seerosen eignen sich besonders als Schattenspender, und werden von vielen Fischarten als Unterstand gerne genutzt. Wenn sie in ihrem Koibecken keine Pflanzen haben wollen, dann kann man einen Pflanzteich zur Reinigung und Sauerstoffanreicherung im Wasserkreislauf vorschalten. Bei der Standortwahl sollten sie bedenken, dass große Bäume um den Teich zwar Schatten spenden, aber der Laub- bzw. Nadeleintrag den positiven Effekt zunichte Machen. Bei manchen Laubarten, z. B. Eichenlaub, ist das sogar gefährlich für ihre Fische, da dieses Laub den pH-Wert stark verändert.

- Tiefes Teichwasser: Zumindest wenn ihre Fische im Teich überwintern sollen, und sie nicht monate lang den Teich heizen wollen, dann sollten sie eine ausreichende Tiefe, mindestens 1,20m bis 1,60m, vorsehen. In der Literatur finden sich zwar immer wieder minimale Wassertiefen von 80cm oder weniger aber das lässt ihren Fischen bei einem extremen Winter nicht genug Raum. Bedenken sie, dass das Restwasser genug Sauerstoff bieten muß und auch die Stoffwechselprodukte ihrer Fische aufnehmen muß.
Wie bei allen Parametern, so auch bei der Teichtiefe sollten sie immer von extremen ausgehen. "Jahrhundert" -Sommer und Winter können sonst viel Stress verursachen.

- Bewegtes Teichwasser: Um eine gleichmäßige Reinigung und Sauerstoffanreicherung zu erreichen muß das Wasser in ständiger Bewegung sein, Ausnahmen sind hier eventuell Teiche mit einem sehr hohen Pflanzenanteil und geringem Fischbesatz, die nach dem natürlichen Vorbild, durchaus ohne Filterung biologisch stabil sein können. Er bedarf schon weitreichenden Überlegungen den Wasserfluß so zu planen, dass es keine übermäßigen Ablagerungen in nicht durchströmten Bereichen bilden. Ein Bachlauf kann gut zur Sauerstoffgrundversorgung beitragen.

- Schatten auf dem Teich: Die richtige Wahl des Standorts für ihren Teich wird auch maßgeblich zum Funktionieren ihres Fischteichs beitragen. Viel Sonne heißt auch immer viele Algen, da die Sonneneinstrahlung das Algenwachstum beschleunigt. Optimal sind 4 - 6 Stunden direkte Sonne am Teich. So ist gewährleistet, dass sich das Wasser noch ausreichend erwärmt aber das Algenwachstum nicht zu stark gefördert wird. Gut geeignet sind auch künstliche Schattenspender, die sich bei Bedarf auf- und abbauen lassen. So rann man im Frühjahr und Herbst für genügend Sonne sorgen, sowie im Sommer für entsprechende Abschattung.
Großblättrige Wasserpflanzen, wie Teichrosen, eignen sich durchaus auch als Schattenspender und haben den Vorteil sich "automatisch" über das Wachstum, zu Regulieren.

- Ausreichende Filtrierung des Teichwassers: Nicht nur die "Abfallprodukte" ihrer Fische, sondern auch Zersetzungs Produkte aller abgestorbenen Pflanzen müssen durch Umwälzung und Filterung des Wassers entfernt werden. Dieser Filterungsprozess wird durch Pflanzen stark unterstützt und auch Teichmuscheln können riesige Mengen Wasser Filtrieren. Diese werden aber zumindes von Kois gerne "zutode gespielt". Gehen sie bei der Auslegung ihrer Filter immer vom "Worst Case" aus. Extremer Sommer, Algenblüte gerade überstanden und dadurch reichlich abgestorbene Biomasse, und der Wind treibt auch noch jede Menge Laub und Blüten in ihren Gartenteich. Auch dann sollte die Filterleistung noch ausreichend sein.

Foto: DW


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