Fischteich
Ein Fischteich dient meist der Fischzucht und unterscheidet sich damit von einem Gartenteich oder Koiteich. Der Artikel erklärt, wie Fischteiche angelegt und mit Wasser versorgt werden. Außerdem geht es um geeignete Fischarten, die Kontrolle des Bestands und das Abfischen. So lässt sich das Thema von privaten Garten- und Koiteichen abgrenzen.
Natur-Fischteich der Forellenzucht Mühletal in der Schweiz
Foto: mit freundlicher Genehmigung der Forellenzucht Mühletal
Was der Leser unter Fischteich erwarten kann
- Was im allgemeinen Sprachgebrauch mit einem Fischteich gemeint ist
- Wie Zu- und Ablauf sowie die Wasserversorgung den Teich prägen
- Welche Fischarten in stehenden oder durchflossenen Teichen gehalten werden
- Wie sich Fischbestand und Zufluss kontrollieren lassen
- Welche Möglichkeiten es zum Ablassen und Abfischen gibt
Was ist ein Fischteich?
Als Fischteich werden meist künstlich angelegte Teiche zur Fischzucht bezeichnet. Natürlich kann man auch seinen Gartenteich oder Koiteich als Fischteich bezeichnen, aber im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit meist Zuchtteiche in der Fischwirtschaft gemeint.
Standort und Wasserversorgung
Im Gegensatz zu Gartenteichen, die ja mit Teichfolie oder anderen Abdichtungen versehen sind, hat ein Fischteich meist keine künstliche Sperrschicht, die das Wasser hält. Ein Fischteich wird meist in Bereichen angelegt, in denen das Grundwasser hoch genug steht, um den Teich zu füllen. Oft haben Fischteiche einen Zu- und Ablauf über einen Bach oder eine Quelle. Wenn der Zulauf über einen Bach erfolgt, sollte man den Zufluss des Fischteichs möglichst mit einem feinmaschigen Gitter vom Zuchtteich abtrennen, damit keine Raubfische in die Zucht gelangen. Auch sollte man seinen Fischbestand regelmäßig kontrollieren. Ein Fischteich mit direktem Zulauf aus einer Quelle eignet sich je nach erreichbarer Wassertemperatur meist nur für die Zucht von Kaltwasserfischen. Da Quellwasser meist sauerstoffarm ist, muss es für die Fischzucht mit Sauerstoff angereichert werden. Die meisten Kaltwasserfische benötigen sauerstoffreiches Wasser. Quellwasser hat in den meisten Gebieten Deutschlands eine Temperatur von etwa 7 bis 9 °C.
Fischarten in stehenden und durchflossenen Teichen
In stehenden und damit wärmeren Fischteichen werden Fische gehalten, die auch natürlich in stehenden Gewässern leben. Das sind hauptsächlich Karpfen, aber auch Zander und Hecht. In kälteren und durchflossenen Fischteichen werden im sauerstoffreichen Wasser Regenbogenforellen, Bachforellen und Saiblinge gezüchtet.
Fischbestand kontrollieren und abfischen
Idealerweise kann bei einem Fischteich der Zulauf abgesperrt oder umgeleitet werden, um das Wasser abzulassen. Das erleichtert zum einen das Abfischen. Wenn der Teich über eine Zeit trocken liegt, werden so auch Fischparasiten und Krankheiten eingedämmt. Wenn das Wasser nicht abgelassen werden kann, werden die Fische mit einem Zugnetz abgefischt. In einem Fischteich werden meist keine Fische gezüchtet. Normalerweise werden Jungfische eingesetzt, die in Aufzuchtbecken aufgewachsen sind und großgezogen werden. Es entspricht also eher dem Mästen als der Zucht.