Koiteich Pflege
Die Pflege des Koiteichs wird maßgeblich durch das Design des Teichs beeinflusst. Der Pflegeaufwand kann ganz unterschiedlich, je nach Größe des Teichs, seiner Bepflanzung, des Fischbesatzes und anderer Faktoren sein. Schon beim Planen des Teichs kann man den Grundstein für wenig Pflegeaufwand setzen. So kann ein Pflanzteich im Wasserkreislauf gut als Teichfilter eingesetzt werden und bei richtiger Gestaltung nahezu keinen Aufwand für die Pflege bereiten.
Koikarpfen lieben es, nach Karpfenart zu gründeln und den Teichboden nach Nahrung aufzuwühlen.
Hierbei wird das Wasser immer ein wenig trüb, doch das ist die Natur der Fische. Der Koiteich sollte ruhig zu einem Drittel mit Sumpfpflanzen bepflanzt sein, weil man dadurch den Nitratgehalt auf natürliche Weise verringern kann. Damit die Fische hier nicht gründeln können, muss dieses etwa 20 Zenitmeter tiefe Areal mit größeren Steinen abgegrenzt werden. Für den Schwimmbereich der Kois sollten Pflanzen gewählt werden, die nicht von Koi gefressen werden. Hierzu zählen Seerosen, Rohrkolben und Hornblatt. Bei leeren Teichen bzw. klarwasser Becken, wo die Koi nicht gründeln können, knabbern sie aber auch diese Pflanzen an. Übermäßiges Füttern, verrottende Pflanzenteile und eine zu hohe Fischpopulation beeinflussen die Wasserqualität negativ.
Für eine gute Wasserqualität braucht man eine gut funktionierende Filteranlage mit ausreichender Leistung. Die Besatzdichte mit Kois sollte nicht zu hoch gewählt werden um ein ausgewogenes Verhältnis von Sauerstoffgehalt, Ammoniakwert, Nitrit- und Nitratwerten, PH-Wert und Wasserhärte im Koiteich zu haben.
Die Werte lassen sich zuverlässig elektronisch messen, die Messung sollte mindestens einmal wöchentlich stattfinden.
Um einen zu hohen PH-Wert im Teich zu senken, kann man Torf einbringen und die Fütterung reduzieren. Der ideale PH-Wert liegt zwischen 7 und 7,5.
Koikarpfen vertragen eine Wasserhärte zwischen 10° und 15° dGH.
Die Wasserhärte lässt sich mittels Salz erhöhen. Besonders bei hohen Temperaturen im Sommer ist der temperaturabhängige Sauerstoffgehalt des Teichwassers zu überprüfen.
Der Ammoniakgehalt im Teich sollte auf jeden Fall unter 0,2 mg pro Liter liegen, Nitritgehalt unter 0,1 mg pro Liter. Zu hohe Werte gefährden die Koi.
Die Nitratwerte sind gut bei 150 mg pro Liter, höhere liegende Nitratwerte machen das Teichwasser grün, denn es kommt zu vermehrtem Algenwachstum. Vorsicht ist geboten bei der Teichbefüllung mit Brunnenwasser, da dies häufig ziemlich hohe Nitratwerte aufweist.
Wer Leitungswasser in den Koiteich gibt, sollte das Teichwasser vor dem Einsetzen der Koi über zwei Wochen mit einem gut belüfteten Filter reinigen, denn Chlor und Chloramin, das oft im Leitungswasser enthalten ist, sind für Koi hochtoxisch.
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