Wie oft muss man einen Teichfilter reinigen?
Diesen Teichfilter muss man nicht reinigen. Vliesfilter von Mamo-Koi

Wie oft muss man einen Teichfilter reinigen?


Die Frage, wie oft man einen Teichfilter reinigen soll, erreicht uns von unseren Lesern sehr oft. Die Antwort ist eigentlich recht einfach. Vorfilter möglichst oft, biologische Filter möglichst nie. Aber das ist in den meisten Fällen so nicht durchführbar.

Den Vorfilter, wie Bogensiebfilter oder Vortexfilter sollte man möglichst oft reinigen, damit die Stoffe die sich dort ansammeln nicht zersetzt werden und in Lösung gehen, das würde die biologische Filterstufe belasten. Alles was wir vor dem Zersetzen aus dem Wasser bekommen müssen wir im Bioteil nicht abbauen. Wer über einen automatisch entsorgenden Vorfilter, wie zum Beispiel Trommelfilter oder Vliesfilter verfügt muss diesen natürlich nicht reinigen. Hier reicht es die Funktion zu überwachen und gegebenen Falls das Vlies zu erneuern. Beim Trommelfilter ist in diesem Punkt nichts zu tun.

Der biologische Teil des Teichfilters sollte, wenn die Filterstufen davor das Wasser ordentlich filtern, über lange Zeiträume nicht gereinigt werden. Bei jeder Reinigung des Biofilters werden die Bakterien die den Abbau bzw. Umbau der Schadstoffe übernehmen, zumindest zum Teil, mit ausgespült. Das vermindert nach dem Reinigen deutlich die Abbauleistung. Allerdings sollen sich in der Biokammer des Teichfilters auch keine größeren Schlammablagerungen bilden. Je nach Typ des Bioteils gibt es andere Empfehlungen für die Reinigung. Bei Patronenfiltern und Filtermatten erkennt man recht gut, ob diese zugesetzt sind und kann bei Bedarf reinigen. Bei Movingbed Filtern bildet sich eine Schlammschicht am Boden. Diese kann man bei der Reinigung des Teichfilters einfach ausspülen ohne den Bakterienrasen auf den Trägern zu zerstören.

Problematisch ist die Bestimmung des Reinigungsintervalls bei allen Druckfiltern. Da man die Verschmutzung in den geschlossenen Druckfiltern nicht sehen kann. Bei den einfacheren Druckfiltern gibt es meist auch keine Trennung zwischen mechanischer und biologischer Filterstufe so zerstört man beim Reinigen auch zwangsläufig die Biologie.

Am wenigsten Reinigungsaufwand hat man bei einer Kombination von Vliesfilter und einem Movingbed-Filter. Ist das System optimal dimensioniert und eingefahren, muss man im Normalfall nur alle paar Wochen eine neue Vliesrolle einlegen und die Alte entsorgen. Die Reinigungsleistung der Vliesfilter, die auch Papierfilter genannt werden, ist so gut, das praktisch keine Schmutzteilchen in den biologischen Teil des Teichfilters vordringen. So sind diese System sehr kompakt, der biologische Teil kann sehr klein gebaut werden, und außerdem absolut Wartungsarm.

Also: Den Teichfilter lieber nicht so oft reinigen. Ein sauberer Filter bedeutet nicht gleichzeitig eine gute Wasserqualität.

Foto: Teichbau-Profi


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