Teich mit Ton-Abdichtung
Ein Teich kann mit Tonblöcken oder Quellton-Granulat abgedichtet werden. Welche Variante infrage kommt, hängt auch von der geplanten Teichform ab: Steile Wände sind mit Ton nicht möglich. Dieser Überblick beschreibt Aufbau und Verarbeitung der beiden Tonabdichtungen sowie die Schichtdicken für Quellton-Granulat am Beispiel Terragran BS von Euratec.
Quellton-Granulat Terragran BS - euratec - Teich mit Ton-Abdichtung, Tonteich
Foto: euratec
Tonabdichtung für den Teich
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Was der Leser unter Teich mit Ton-Abdichtung erwarten kann
- Welche Varianten der Tonabdichtung es gibt
- Wie Tonblöcke im Teich angeordnet werden
- Welche Teichformen und Schutzschichten möglich sind
- Welche Schritte beim Einbau von Quellton-Granulat anfallen
- Welche Schichtdicken und Materialangaben für das Beispiel Terragran BS genannt werden
Tonblöcke und Quellton-Granulat
Für alle, die einen wirklich natürlichen Teich bauen wollen, ist der Teichbau mit Ton eine gute Alternative. Ton hat im Teichbau eine lange Tradition. Tonabdichtungen wurden schon in der Antike benutzt, um Zisternen abzudichten.
Heute werden entweder Tonblöcke, die aus feuchtem Ton bestehen, verwendet, um wie beim Mauern eine Tonabsperrung herzustellen. Ein Nachteil dabei ist, dass der Ton nass recht schwer ist. Oder es wird eine Schüttung aus Quellton-Granulat eingebracht. Sobald der Quellton nass wird, verbindet er sich zu einer wasserdichten Tonschicht.
Teichform und Schutzschicht
Wenn man Tonblöcke verwendet, legt man sie von der Mitte des Teichs ausgehend in konzentrischen Kreisen aneinander. Mit einem Stampfer klopft man die Oberfläche eben. Dadurch verbinden sich die Tonblöcke untereinander. Auch in einen Ton-Teich aus Tonblöcken sollte man eine Schutzschicht aus feinem Kies und gegebenenfalls Pflanzsubstrat einbringen.
Wenn man einen Teich mit einer Tonabdichtung bauen möchte, muss die Form auf den Baustoff Ton abgestimmt sein. Mit Ton kann man keine steilen Wände bauen. Möglich sind klassische Gartenteichformen: flach und mit Rundungen. Für die Bepflanzung des Tonteichs und als Abriebschutz sollte man eine Schutzschicht aus Substrat einbringen. Je nachdem, ob es ein Gartenteich, ein Löschteich oder ein Schwimmteich werden soll, kann man Kies, Zeolith oder andere Substrate einbringen.
Verarbeitung von Quellton-Granulat am Beispiel Terragran BS von Euratec
Für Fisch- und Zierteiche wird eine Schichtdicke von 10 bis 15 cm Tongranulat genannt. Für Badeteiche sollte eine Schichtdicke von mindestens 15 cm eingebracht werden; als Deckschicht wird Tongranulat verwendet.
- Den Teich etwa 30 cm tiefer als die fertige Solltiefe ausheben. Bei Badeteichen etwas tiefer, damit die Tonschicht später gut abgedeckt und geschützt werden kann.
- Falls vorhanden, Wurzeln und Pflanzenreste roden.
- Den Boden verdichten.
- Die Schichtdicke je nach Größe des Teiches mit Bagger oder Schaufel auftragen.
- Das Tongranulat andrücken.
- Mit etwa 10 cm Sand, feinem Kies oder einem anderen Substrat bedecken (oder mit 10 cm Bodengrund bei Wasserpflanzenbesatz).
- Sand oder Pflanzenerde mit feinem Kies auskleiden; das schützt die Bodenschicht und den Ton.
Das Wasser sollte man vorsichtig einlassen, damit keine Verspülungen entstehen. Anfangs sollte man das Tongranulat nur befeuchten, damit sich der Quellton ausdehnen kann und nicht weggespült wird. Das Tongranulat sättigt sich nun mit Wasser, löst sich auf und bildet eine Sperrschicht. Nach etwa fünf Stunden ist das Tongranulat aufgelöst und der Teich bereit für die Endfüllung.
Grundsätzlich kann auch bei starker, strapaziöser Nutzung eine dickere Schicht Ton oder Deckschicht eingebracht werden.
Tongranulat: 1 l = 1,2 kg bei Tongranulat der Fraktion 0–10 mm.
Foto: euratec